2025-aktuell
Komposition des Soundtracks
mit eigenem Charakter
Mit der Entscheidung, diese Geschichte mit einer eigens komponierten Filmmusik zu begleiten, stellte ich mich einer weiteren grossen Aufgabe. Eine eigene Orchesterbesetzung dafür zu organisieren, kam aus zeitlichen wie auch finanziellen Gründen logischerweise nicht infrage. Stattdessen entschied ich mich dafür, die Musik mithilfe von Software vollständig digital zu produzieren. Dafür wählte ich die Opus Edition von EastWest – ein virtuelles Hollywood-Orchester mit einer hochwertigen und umfangreichen Instrumentenbibliothek, die genau auf meine Bedürfnisse zugeschnitten ist.
Die Musik sollte meine Bilder auf eine Weise begleiten, die es dem Betrachter ermöglicht, sich als Teil des Entstehungsprozesses zu fühlen. Von Anfang an war mir klar, dass dieses Projekt keine klassische Dokumentation werden würde. Vielmehr soll es das Publikum durch eindrucksvolle und atmosphärische Bilder in die Welt des Modellflugzeugbaus eintauchen lassen. Der Betrachter befindet sich im Zentrum des Geschehens, während die Hände des Modellbauers um ihn herum arbeiten.
Einerseits musste ich mich in die damals noch unbekannte Welt der Musikproduktion einarbeiten. Autodidaktisch lernte ich, wie die Software funktioniert und welche Prinzipien dahinterstehen. Andererseits war es notwendig, ein fundiertes Verständnis dafür zu entwickeln, wie ein Orchester aufgebaut ist und wie es musikalisch funktioniert.

Als Filmemacher bin ich es gewohnt, mit Bildern zu arbeiten. Diese entstehen entweder während der Produktion vor der Kamera oder später im Schnittprozess auf der Timeline. Bei der Musikproduktion funktioniert dieser Prozess anders: Am Anfang steht nichts weiter als eine leere Timeline. Deshalb musste ich mir zunächst überlegen, welche Melodie diese Geschichte tragen sollte, welche Klangfarben die Bilder unterstützen würden und wie es klingen sollte, ein PC-24-Modellflugzeug zu bauen.

Die Musik soll episch und kraftvoll wirken, zugleich aber in gewissen Passagen feinfühlig und nuanciert bleiben. Sie soll den Betrachter unmittelbar in diese Welt hineinziehen. Die grösste Herausforderung bestand darin, ein zentrales Thema für das gesamte Ensemble zu entwickeln, das diese 22-minütige Geschichte trägt – abwechslungsreich, fesselnd und passend zu jedem einzelnen Kapitel.
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